[MJ] 

sv. Muminpappans memoarer (1950 als Muminpappans bravader, rev. 1956+1968)
de. Muminvaters wildbewegte Jugend (Übers.: D. Bjelfvenstam 1963, rev. 1973; B. Kicherer 2002)
fi. Muumipapan urotyüt
en. The Exploits of Moominpapa

Personen:

Mumin, Muminvater, Muminmutter, Schnupferich, Schnüferl, die hemulische Waisenhaus-Leiterin, eine Igelmutter, Fredriksson, Schusseltier, Jojoks, der Dronte Eduard, Morra, eine Hemul-Tante, ein junger Klippdass (hier »Kliffklebbs«), Mymla, Alleinherrscher, Mutter der Mymla, Gespenst, die kleine My, Huscheltier

Inhalt:

Die Rahmenhandlung erzählt, wie der Muminvater im Sommer krank wird und für den Fall der Fälle beginnt, seine Memoiren zu schreiben. Zuerst schildert er seine unverstandene Kindheit im Mumin-Findelkinderhaus der fantasiearmen Hemulin und die nächtliche Flucht daraus.

In Freiheit lernt er bald Freunde kennen: den Konstrukteur Fredriksson, seinen chaotischen Neffen Schusseltier und den extrem faulen Jojoks. Gemeinsam bauen sie das Schiff »Mehrmussick« – leider mitten im Wald, fern von allem Wasser. Aber sie bringen unter einigen falschen Versprechungen den Meerriesen Eduard dazu, sich in den Fluss zu setzen, und die entstehende Flutwelle ermöglicht den Stapellauf.

Auf der Fahrt durch einsame Lande retten sie ausgerechnet eine Hemulen-Tante vor der Morra, die an Bord sogleich ein strenges Regiment aufnimmt – bis sie zum Glück von einer Horde wilder Klippdasse, die das Schiff angreifen, entführt wird. Nun fahren sie aufs offene Meer und müssen feststellen, dass ein junger Klippdass an Bord zurückgeblieben ist.

Auf dem Meer gelingt es ihnen, eine tiefhängende Wolke in den Laderaum zu verfrachten, die sie in einem bald danach aufkommenden Sturm rettet, indem sie sich in die Takelage hängt und das Schiff durch die Luft zur Küste zurückträgt. Dort begegnen sie als erstes dem über den erlittenen Betrug wütenden Meerriesen, doch ist er durch Überlassung der Wolke als weiches Sitzkissen zu besänftigen.

Nun erkunden sie das Land, in das sie geraten sind und treffen die kindliche Mymla, die sehr viel flunkert, aber auch auf ein großes Fest hinweist, das der Alleinherrscher gibt – mit vielen Scherzen und Gewinnen.

Fredriksson wird zum Hoferfinder ernannt, und Muminvater gründet eine »Kolonie der Gesetzlosen«; doch langweilt er sich bald, obwohl er ein sehr hübsches Haus baut. Als einzige Abwechslung in seiner neuen Sesshaftigkeit lernt er ein Gespenst kennen, von dem die Kolonie sich aber auf Dauer eher genervt als erschreckt fühlt.

Schließlich (die kleine My ist gerade geboren worden) hat Fredriksson den Umbau des Schiffes vollendet, und die neue »Mehrmussick« kann sowohl fliegen als auch tauchen. Gleich auf der Jungfernfahrt gerät die Besatzung in Gefahr durch den Meerhund, ein Ungeheuer der Tiefe – doch durch Zufall setzt sich der Meerriese Eduard im rechten Moment auf das Untier drauf.

Wieder an Land, stellt man fest, dass Schusseltier inzwischen geheiratet hat. Bald langweilt sich Muminvater wieder, doch in einer Sturmnacht rettet er einen weiblichen Mumintroll aus dem Meer: die Muminmutter.

Am Schluss des Buches vermengen sich die Memoiren mit der Realität der Rahmenhandlung: Als Muminvater feierlich den Schluss seines Werks verlesen hat, klopft es an der Tür, und die alten Gefährten betreten das Muminhaus, so dass das Ende des Buches ein euphorischer Aufbruch wird.

Bemerkungen:

Ausgaben:


Benziger/Frühfassung

Benziger/Endfassung

Benziger bei Arena

Arena-Taschenbuch

Arena-Hardcover