[SM] |
sv. Farlig midsommar (1954, rev. 1969)
de. Sturm im Mumintal (Übers.: K. und V. Bandler 1955, rev. 1962; B. Kicherer 2002)
fi. Vaarallinen juhannus
en. Moominsummer madness |
Personen:
Muminmutter,
Mymla,
die kleine My,
Mumin,
Muminvater,
Snorkfräulein,
ein Homsa,
Misa,
Emma,
Schnupferich,
der Parkwächter-Hemul und seine Frau,
eine Schar Hatifnatten,
24 Waldkinder,
eine junge Filifjonka,
der Polizei-Hemul,
dessen kleine Cousine
Inhalt:
Im Frühsommer wird das Mumintal,
durch einen fernen Vulkanausbruch verursacht,
von einer Wasserflut überschwemmt.
Als das Muminhaus ganz überspült zu werden droht,
wechselt die Muminfamilie auf ein zufällig daherschwimmendes großes anderes Haus,
zusammen mit einem Homsa und einer Misa,
die ebenfalls obdachlos geworden sind.
Bald stellen sie fest,
dass in ihrem neuen Domizil nicht alles stimmt:
es gibt Kostüme, falsche Möbel etc.
Schließlich werden sie von der resoluten Filifjonka Emma
(die sich bis dahin versteckt hatte)
aufgeklärt,
dass es sich um ein Theater handele und was das bedeute.
Kurz darauf werden Mumin und Snorkfräulein vom Rest der Familie getrennt,
als sie eine Nacht auf einem Baum außerhalb des schwimmenden Theaters verbringen.
Dann fällt auch noch die kleine My ins Wasser und treibt davon...
Sie wird ausgerechnet vom Schnupferich gefunden,
der inzwischen wieder in den Norden gewandert gekommen ist.
Als er seinem Feind, dem Parkwächter-Hemul, eins ausgewischt,
indem er ihm Hatifnatten-Saat in den Park streut
und seine Verbotstafeln herunterreißt,
handelt er sich dafür die Gefolgschaft von 24 elternlosen Waldkindern ein.
Die Verbotstafeln werden kurz darauf
von Mumin, Snorkfräulein sowie einer neu kennengelernten Filifjonka
gefunden und als Material für ein Mittsommer-Feuer verwendet,
wofür ein hemulischer Polizist sie leider einsperrt.
Derweil hat der Muminvater ein Theaterstück geschrieben
und es mit den anderen Passagieren des schwimmenden Theaters einstudiert.
Als das Schauspiel fertig geprobt ist,
verteilen Vögel in der ganzen Gegend Einladungsflugblätter.
Dadurch wird der Aufenthaltsort der Mumineltern
sowohl dem Schnupferich als auch Mumin und Snorkfräulein bekannt.
Letztere können sich aus dem Gefängnis befreien,
indem sie die naive und gutmütige
Cousine des Polizei-Hemuls genügend »bearbeiten«.
So kommt es, dass sich mitten in der Theateraufführung
alle Getrennten wieder vereinen können.
Als das Hochwasser schließlich sinkt,
bleiben Homsa und Misa beim Theater,
die Muminfamilie kehrt wieder heim ins Mumintal.
Bemerkungen:
- geschrieben 1951 auf Bredskär
- Vivica Bandler gewidmet, die auch inhaltliche Ratschläge gab
- verarbeitet Eindrücke aus der Theaterwelt, die beim ersten Mumin-Theaterstück (1949) aufgelaufen waren
- diente seinerseits wiederum als inhaltliche Grundlage für das Theaterstück »Troll i kulisserna« (1958) und die Mumin-Oper (1974)
- deutliche Shakespeare-»Sommernachtstraum«-Anklänge, insbesondere mit dem »Stück im Stück«
- ein größerer Abschnitt, der vor allem einen Katastrophenbericht umfasste, wurde für die Drucklegung aus dem Manuskript gestrichen
Ausgaben:
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